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Fachtag psych. kranke Eltern
 

Caritasregion Biberach gibt Einblicke in ihre Arbeit

Regionale Vertreterversammlung der Caritasregion Biberach

 
regionale Vertreterversammlung Caritas Biberach 2010
 



Zur alljährlich stattfindenden regionalen Vertreterversammlung der Caritas Region Biberach konnte Regionalleiter Peter Grundler zahlreichen Gäste aus Kirchengemeinden, Gemeinde- und Stadträte, Kreistagsmitglieder, der öffentlichen Verwaltung, aus ehrenamtlichen Helferkreisen sowie Kooperationspartnern begrüßen. Nach einem kurzen Grußwort des Bundestagsabgeordneten Martin Gerster, der sich bei allen Anwesenden für das Engagement gegen das weitere Auseinanderdriften von Arm und Reich bedankte, wurde im inhaltlichen Teil des Abends auf eindrückliche Weise im Rahmen von Interviews aus der Arbeit der Beratungsdienste der Caritas berichtet. Den Anfang machte Roland Himmelsbach, Psychologe bei der Psychologischen Familien und Lebensberatung. Ihm ging es um die Stärkung der Erziehungskompetenz der Eltern, Frühe Hilfen, Gruppenangebote für Kinder von psychisch- oder suchtkranken Eltern und die enge Zusammenarbeit mit anderen Jugendhilfeträgern. Ulrike Schuler, Sozialarbeiterin des Frauenschutzhauses berichtete im Gespräch mit Fachleiter Josef Thanner über die Situation betroffener Frauen und ihren Kindern. Ursula Fietze gab Einblicke in die Arbeit der Wohnraumberatung. Haupt- und Ehrenamtliche Berater/innen geben hier ganz praktische Tipps für eine entsprechende Anpassung des Wohnumfelds bei Pflegebedürftigkeit. Sie ist auch eine der Hauptansprechpartnerinnen zur Vorbereitung der Messe Aktiv50Plus, die vor vier Wochen wieder über 2000 interessierte Besucher zählen durfte. Die Informationsrunde beschloss Andreas Gratz, der über Entwicklungen in der Migrationsarbeit und dem engagierten Einsatz von Ehrenamtlichen, anschaulich verdeutlicht durch den ökumenischen Betreuerkreis Ochsenhausen, berichtete.

Der Informationsteil wurde ergänzt durch einige statistische Informationen. So haben z.B. im Jahr 2009 insgesamt 4098 Menschen Rat und Unterstützung bei der Caritasregion Biberach gesucht. Es wirken 1706 ehrenamtlich engagierte Frauen und Männer in den verschiedenen Helferkreisen und Gruppen, wurden bei 74 Präventionsveranstaltungen 1429 Jugendliche und junge Erwachsene erreicht. Außerdem leisteten die Helferinnen der organisierten Nachbarschaftshilfe um die 68.000 Einsatzstunden. 40 psychisch kranken Menschen wurde und wird eine Beschäftigungsmöglichkeit über die Projekte des Gemeindepsychiatrischen Zentrums angeboten. 55 Menschen nutzen das betreute Wohnen für psychisch Kranke.

Mit Ausdruck des Dankes, sichtbar in Form einer Rose, wurden die Vertreterinnen des Beirates Ehrenamt und die Delegierten im Diözesancaritasrat für weitere zwei Jahre in ihren Funktionen bestätigt. Eine besondere Anerkennung wurde Beate Herold zu Teil: Für ihr vielfältiges und langjähriges ehrenamtliches Engagement wurde ihr als Auszeichnung die silberne Ehrennadel des Deutschen Caritasverbandes übereicht.

Im zweiten Teil des Abends war der Leiter der Polizeidirektion Biberach, Hubertus Högerle, zu Gast und stellte sich den Fragen des Moderators und des Publikums. Eindrücklich schilderte er seinen beruflichen Werdegang, die zunehmenden Herausforderungen in der Polizeiarbeit, informierte über aktuelle Entwicklungen im Landkreis Biberach und gab Einblicke in seine ganz persönliche Art und Weise mit Belastungen umzugehen. Als einzige Chance der zunehmenden Anforderungen bei zurückgehender Mitarbeiterzahl bei der Polizei entgegenzuwirken sieht er den frühestmöglichen Einsatz von Präventionsangeboten an. In der Caritas Biberach findet er hier einen wichtigen Kooperationspartner.

Den Schlusspunkt setzte Peter Grundler mit einem geistlichen Impuls und dem Dank an die Anwesenden für die gute Zusammenarbeit und den vielfältigen Einsatz im sozialen Bereich.

 
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