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Neuauflage des Wegweisers Psychiatrie erschienen
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Im Landkreis Biberach wurde in den letzten Jahren ein bedarfsgerechtes und differenziertes Angebot an Einrichtungen und Diensten
für Menschen mit psychischer Erkrankung und Behinderung geschaffen. Der nun in Neuauflage vorliegende Wegweiser Psychiatrie
gibt einen aktuellen Überblick über die umfassenden Hilfsangebote im Landkreis Biberach und soll Betroffene, Angehörige, aber
auch Ärzte, Einrichtungen, Verbände und Verwaltungen bei der Suche nach geeigneten Angeboten unterstützen. Der Wegweiser kann
hier heruntergeladen werden.
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| Artikel Sonnensänger |
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EIN OFFENER GESPRÄCHSAUSTAUSCH
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Landrat Dr. Heiko Schmid besucht die
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für psychisch Kranke
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Fragen waren im Vorfeld innerhalb der
Tagesstätte
gesammelt worden über Hilfen, Unterstützungen, zur Einstellung gegenüber psychisch Erkrankten. Man war also von Seiten des
GPZ gut vorbereitet. Und mehr als das. Auch die Künste der wie immer köstlichen Küche waren für vier delikate Kuchen aufgefahren
worden.
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Vielleicht stellen sie erst einmal Ihren Tätigkeitsbereich vor, Herr Dr. Schmid, aber bitte kurz und bündig ; forderte ihn
ein Teilnehmer aus der Runde auf. Der Landrat erleuterte seine Aufgaben im Kreise Biberach. Ein vielfältiges, anspruchsvolles
Programm, was die Obliegenheit der einzelnen Gemeinden betrifft. Seine Darlegung hinterließen starken Eindruck, vor allem,
als er auf das Zentralproblem seines Amtes auch in einem relativ recht reichen Umfeld benannte: das der Arbeitslosigkeit,
damit der Sozial-, der Arbeitslosenhilfe Empfänger und vor allem denen von Hartz IV. Das mache den Großteil der Arbeit
von ihm und seinen Mitarbeiter aus. Die nun folgende Gesprächsrunde bestach durch die Klarheit, Vielfalt und Offenheit der Beiträge. Die Höhe von Hartz IV und
dessen Aufstockungsmöglichkeiten kam natürlich zur Sprache und nahm einen breiten Raum ein. Aber auch die deutlich hohen Mietpreise
vor allem in Biberach wurden problematisiert. Der Landrat setzte sich engagiert für die Förderung des Sozialen Wohnungsbaus
ein und versprach Abhilfe. Da muss eindeutig was geschehen, ich weiß, bekannte er.
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Des Weiteren erkundigte er sich nach der sozialen Akzeptanz des GPZ innerhalb der Bevölkerung und wurde klar und unmissverständlich
davon in Kenntnis gesetzt, wie groß der Vorbehalt in breiten Schichten der Bevölkerung angesichts der Psychiatrischen Erkrankten
noch sei. Es wurde dem Landrat klargemacht, dass die erfolgreiche und absolut gebotene, ja notwendige Arbeit des GPZ nur wenig
von der Biberacher Bevölkerung wahrgenommen werde. Aus Angst und Vorurteilen gegenüber dem Thema einer Erkrankung, die jeden zu jeder Zeit treffen könnte. Das Beispiel von Nationaltorhüter
Enke spricht Bände, wozu eine Verdrängung, Unterdrückung der Krankheit führen könnte. Da sei die Öffentlichkeit, zwar nur
für eine kurze Zeit, endlich mal aufgewacht. Das war deutlich gesprochen. Und aus voller Anteilnahme am Schicksal von Betroffenen.
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| Landrat Dr. Heiko Schmid und Sozialdezernentin Alger im Gespräch mit Besuchern der Tagesstätte |
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Ohne die Hilfe der Selbsthilfegruppen, die von Seiten des GPZ tatkräftig unterstützt wird, sei die Arbeit des Facharztes
auf verlorenen Posten. Das hätten auch die Psychiater selbst einzusehen gelernt. Ohne eine im Grund Tag und Nacht bereite
Auffangstation mit ihren Spezialbetreuern im Ambulant Betreuten Wohnen, stünde manch einer in seiner spontan ausbrechenden
Krise häufig auf verlorenem Posten.
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Sehr berührte die Schilderung des Jüngsten in der Gruppe. Er bekannte sich als ehemaliger Drogenabhängiger mit halluzinogenen
Störungen, der froh sei, im GPZ seine Wohnstätte innerhalb des Betreuten Wohnens gefunden zu haben.
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Herr Dr. Schmid, was können Sie den konkret für uns tun? lautete gegen Ende eine frische Frage. Der Landrat sprang auf,
zeigte seinen sportiven Geist: Gut, dass Sie mit der Tür ins Haus fallen! Er versprach Unterstützung, wolle zum guten Ruf,
den das GPZ seiner überzeugten Meinung habe, weiterhin auch mit Hinweisen vom Landrat beisteuern, sehe zu, was sich finanziell
machen ließe bei enger Haushaltslage. Als kleine Spende habe er zunächst einen Beitrag zum Kaffeegeld mitgebracht.
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Ihm hatte sich im eineinviertelstündigen Gespräch eine Menschengemeinschaft präsentiert, die sich bereit gefunden hat, ihr
spezielles Schicksal anzunehmen und, soweit es geht, das eigene Leben wieder, mit Hilfe von Betreuung und sozialtherapeutischen
Einzel oder Gruppensitzungen, zunehmend eigenständig in die Hand zu nehmen.
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Bericht: Dr. Wolfgang Veit, im Kontakt mit Ingrid Hüttl, Dipl.Soz.Päd.(FH) in der
Tagesstätte
des GPZ.
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Das Foto zeigt Landrat Dr. Schmid und Sozialdezernentin Alger im Gespräch mit Besuchern der
Tagesstätte
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Weitere Informationen.
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Gemeindepsychiatrisches Zentrum Zeppelinring 26 88400 Biberach Tel.: 0 73 51 / 5 87 95-0 Fax: 0 73 51/ 5 87 95-20 e-mail: zentrum@gpz-biberach.de
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