Fachtag

Integration

Integrationsarbeit wird vielschichtiger und differenzierter

 GratzTN

 Mit über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus allen Bereichen der haupt- und ehrenamtlichen Flüchtlings- und Integrationsarbeit, davon auch einige die von weit über die Landkreisgrenzen hinaus angereist waren, war der diesjährige Fachtag der Ökumenischen Flüchtlingsarbeit von Caritas und Diakonie (ÖFA), in Kooperation mit dem Amt für Flüchtlinge und Integration des Landratsamtes Biberach am Samstag, 9. November, wieder einmal ein voller Erfolg.
Die großzügigen Räumlichkeiten des Landratsamtes boten optimale Bedingungen für Vorträge im Plenum, Workshops in Kleingruppen, einen Markt der (Integrations) - Möglichkeiten, sowie Zeit zur Begegnung und Austausch. Schon vor dem fachlichen Beginn griff Caritas Mitarbeiter und Musiker Andreas Gratz mit einem Impuls zum „Schicksalstag der Deutschen“ die Frage auf, ob der 9. November nicht zum „Tag der Herkunft“ umbenannt werden sollte, und intonierte dann die damalige „Hymne des Mauerfalls“, das Lied „Freiheit“ von Marius Müller-Westernhagen.
Julia Blessing und Elisa Sachs, ÖFA-Mitarbeiterinnen der Diakonie, begrüßten danach die Teilnehmer und stellten den Programmablauf vor, der mit einem Grußwort des Leiters des Amtes für Flüchtlinge und Integration, Jürgen Kraft, begann. Anhand präziser Zahlen und Daten zeigte er den guten Integrationsverlauf von Zuwanderern aus einem Monat des Jahre 2016 auf, und betonte, dass dies ohne die gute Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamt niemals so gelungen wäre. In ihrem Fachvortrag zu aktuellen Neuerungen im Asylrecht durchleuchtete die Leiterin des Caritas-Migrationsdienstes Lucia Braß die immer komplexer und unübersichtlicher werdenden Bestimmungen unter anderem am Beispiel von verschiedenen Formen der Duldung.
In Kleingruppen wurden danach sechs verschiedene Workshops angeboten, darunter sehr praxisnahe Themen wie „Heirat-Geburt-Einbürgerung“, Überblick über die neue Gesetzgebung zu Ausbildungs- und Beschäftigungsduldung sowie auch Informationen über die Möglichkeiten der freiwilligen Ausreise. Aber auch über neue Angebotsinhalte speziell für geflüchtete Männer wurde in einem Workshop nachgedacht.
Der Tag fand seinen inhaltlichen Ausklang mit einem Markt der (Integrations) - Möglichkeiten, diesmal mit Info-Ständen von 13 Akteuren aus der regionalen Integrationsarbeit. Auch hier, sowie in allen inhaltlichen Diskussionen, fand ein interessierter Austausch auf Augenhöhe zwischen den haupt- und ehrenamtlich engagierten Fachtagsbesuchern statt.