Projekt

Suchtberatung

„SALTO“ - Ein Präventionsprojekt für Kinder und Eltern aus Familien mit Suchtproblemen

Prinz Fürst Projekt Salto 2/2021 

Mitarbeitende der Caritas Suchthilfen und "SALTO" Gruppenleitung: 
Sören Prinz (Pädagoge M.A.) und Kerstin Fürst (Diplom Pädagogin)   

Eine Suchterkrankung beeinflusst die gesamte Familie. Das Wissen über die Auswirkungen übermäßigen Alkoholkonsums von Eltern auf ihre Kinder dürfte so alt sein wie der Alkohol selbst.  Gut ein Drittel der Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung haben nachweislich ein oder sogar zwei Elternteile mit ähnlichem Krankheitsbild. Kinder aus suchtbelasteten Familien sind damit einem vielfach höherem Risiko ausgesetzt, sucht- und psychische Belastungen zu entwickeln. Dabei sind die Auswirkungen stark von den Risiko- und Schutzfaktoren der einzelnen Kinder bestimmt.

Die Psychologische Familien- und Lebensberatung und die Suchthilfen der Caritas Biberach-Saulgau bieten in Kooperation seit mehr als 10 Jahren erfolgreich das Gruppenangebot "irgendwie anders" für Kinder aus psychisch und suchtbelasteten Familien an. Nun wird dieses Angebot um ein suchtspezifisches Gruppenangebot für die Eltern erweitert. 


Im Zuge der Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien stellen die Caritas Suchthilfen das Präventionsprojekt "SALTO" (Sensibilität Aufbruch Loyalität Toleranz Offenheit) vor. Dieses von der Landesstelle für Suchtfragen Baden-Württemberg initiierte Pilotprojekt wird landesweit umgesetzt. Biberach ist einer von insgesamt fünf Standorten, an welchem das Gruppenangebot durchgeführt wird.


Es richtet sich an betroffene Eltern aus suchtbelasteten Familien, aber auch an angehörige Elternteile, die selbst nicht an einer Abhängigkeit erkrankt sind. Im Projekt stehen unter anderem die Stärkung elterlicher Kompetenz, Auswirkungen der Suchterkrankung auf die Kinder und der Austausch mit anderen betroffenen Familien im Zentrum.


Ziel des Projekts ist es, den spezifischen Bedarfen suchtkranker Eltern gerecht zu werden und die Entwicklung von Strategien im Umgang mit den eigenen Emotionen und Herausforderungen zu fördern. Eltern sollen sich in ihrem erzieherischen Handeln sicher fühlen und somit ihre Kinder besser unterstützen können. Dafür benötigen sie selbst ebenfalls Unterstützung. 


 "SALTO" bietet betroffenen Eltern und deren Lebenspartnerinnen und Lebenspartnern die Möglichkeit, sich in einem geschützten Rahmen diesem sensiblen und oft schambesetzten Teil der Familiengeschichte anzunähern. In Kombination mit den bereits bestehenden Angeboten der Caritas Biberach-Saulgau für Familien, stellt das Projekt eine fachlich fundierte Ergänzung des vielfältigen Präventionsangebots dar. Suchtbelastete Familien aus dem Landkreis bekommen ein breit aufgestelltes Netz an Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt.   


Das Projekt besteht aus 6 Gruppenterminen und kann anschließend über bedarfsorientierte Einzelberatungen fortgesetzt werden.


Salto wird finanziell gefördert durch die staatl. Toto-Lotto GmbH und mit Mitteln des Sozialministeriums Baden Württemberg wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Die Teilnahme am Projekt Salto ist für die Eltern und die Kinder kostenlos.


Interessierte Familien können sich für nähere Informationen oder Anmeldungen an die Caritas Suchthilfen wenden. Ansprechpersonen sind Kerstin Fürst und Sören Prinz. 


Zusätzlich steht im Zuge der Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien  vom 14.02.21 - 20.02.21 am 18.02.2021 und 19.02.2021 von 10 bis 12 Uhr eine offene Telefonsprechstunde zur Verfügung. Ratsuchende Eltern, Angehörige oder auch Interessierte anderer Fachbereiche können sich unter der Telefonnummer  07351 8095-170 informieren.


Weitere Infos zur Aktionswoche unter www.coa-aktionswoche.de . 




Kontakt:
Caritas Suchthilfen
Kolpingstraße 43, 88400 Biberach
Telefon: +49 7351 8095-170
Fax: +49 7351 8095-209
E-Mail: suchtberatung@caritas-biberach-saulgau.de